Weiterführendes

Das Netzwerk Archiv der Zukunft, das sich auch „Intelligenz der pädagogischen Praxis“ nennt, ist keine zwei Jahre alt. Es versteht sich als „ein Organ im Übergang von der Welt des Belehrens in eine des Lernens“. Im Oktober hielt es im Festspielhaus Bregenz und an elf weiteren Orten am Bodensee den viel beachteten Kongress „Treibhäuser & Co“ ab, zu dem 1400 Pädagogen aus verschiedenen Ländern kamen.

 

Konvent "Der dritte Pädagoge" Münster


450 Ideen für den Umbau von Schulen und Kindergärten!

Was wird aus den 8,6 Milliarden im Konjunkturprogramm für die Bildung? Das Deutsche Institut für Urbanistik hat errechnet, dass der Sanierungsstau allein in Schulen 73 Milliarden Euro beträgt.

Beim Konvent „Der dritte Pädagoge“ in Münster ging es nicht nur darum, dass es bald nicht in noch mehr Schulen reinregnet. Thema war vor allem eine pädagogische Architektur, der Umbau von Belehrungsanstalten zu Lernlandschaften. Der Sanierungsbedarf und das Konjunkturprogramm sind eine Chance zur anstehenden Erneuerung. Der Konvent begann selbst mit der geforderten Zusammenarbeit von Architekten, Pädagogen und Schulträgern und zeigte, wie auch Schüler beteiligt werden können.

450 Pädagogen, Architekten, Kommunalpolitiker sowie Wissenschaftler und Künstler folgten dem Aufruf des Netzwerks „Archiv der Zukunft“ nach Münster. In mehr als 50 Worksshops berieten sie den pädagogischen und architektonischen Umbau zu „Schulen der Wissensgesellschaft“. Wie werden Schulen zu einladenden Orten für Kinder und Jugendliche?

Der Raum ist so wichtig wie die Fächer und der Lehrplan,
er ist der dritte Pädagoge.


„Wir wollen Bildungseinrichtungen zu starken kulturellen Orten machen“, hieß es im Aufruf zum Konvent. „Sollten sie nicht eher irdische Kathedralen werden?“ Künftige Bildungshäuser dürften nicht länger wie Container errichtet werden, in denen Kinder und Jugendliche mit Schulstoff abgefüllt werden.

Zum Abschluss wurde ein „Münsteraner Manifest“ verabschiedet. 

Gedanken zum dritten Pädagogen, vor allem für diejenigen, die nicht in Münster waren, aber auch als Selbstverständigung und Diskussionseröffnung lesen Sie im undefined Newsletter des AdZ "Nach dem Konvent" vom 07. April 2009.